Unser Bulli - Multivan T6

Eins vorab: Wir lieben unseren Bulli - und ja, es ist „nur“ ein Auto, aber er ist UNSER Auto und der Bulli hat uns über viele Jahre begleitet und vor allem in den verschiedensten Funktionen unser Leben leichter gemacht.


Unser Bulli hat als 7-Sitzer eine Horde entspannter Teenager durch die Gegend gefahren aber auch Fahrräder und verschiedenste Wasserboards in seinem Bauch transportiert. Er hat als vollverdrecktes Baustellenauto mit uns ein Mehrfamilienhaus entrümpelt, entkernt und neu aufgebaut und beim Poolbau geholfen. Und so ganz nebenbei hat er uns als Campervan bei vielen Urlauben begleitet. 


Genau diese Vielseitigkeit hat uns die letzten Jahre das Leben extrem erleichtert. In genau dieser Vielseitigkeit liegt aber eben der Knackpunkt. Unser Bulli ist ein Multivan - ein 7-Sitzer mit zwei Schiebetüren. Er hat kein Aufstelldach, wir mussten uns also immer gebückt bewegen. Er hat original keine drehbaren Fahrer- und Beifahrersitze, keine Küchenzeile, keine Schlaffunktion.

Unser Vorzelt

Für unsere erste Tour haben wir versucht, so wenig we möglich Zubehör zu kaufen. Was ist das Minimum, das wir brauchen? Wie sieht unser Tagesablauf aus, wenn wir schlechtes Wetter haben? Wie kochen wir? Wie schlafen wir? 

Mit der sehr geringen Standhöhe war klar, dass wir eine Erweiterung des Bullis brauchen. Wir haben uns verschiedene Markisen- aber auch Zeltoptionen angeschaut und uns dann für ein recht großes Vorzelt entschieden, welches mit einhängbaren Innenzelten - zum Beispiel für zusätzliche Schlafplätze oder die Toilette - ergänzt werden konnte. Hier haben uns die Lieferengpässe während der Coronazeit allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Das Zelt wird an der Schiebetür-Seite mit dem Bulli verbunden. Dadurch, dass wir auf beiden Seiten Schiebetüren haben, konnten wir immer frei entscheiden, welche Seite uns besser passt, sei es für die Aussicht, den Windschutz oder den Abstand zum Nachbarn. Diese Wahlmöglichkeit ist ein großartiger Luxus.


Zum Anbau des Zeltes ist es am Besten mit einer Dachreling zu arbeiten, wo das Zelt ran geklemmt wird. Unser Bulli hat keine Dachträger und damit haben wir die Brücke zum Bulli mit Seilen gespannt. So ziemlich in jedem Urlaub gab es mindestens eine Situation, wo es so viel regnete, dass die Brücke sich in ein Auffangbecken verwandelte. Und dann hieß es Fenster der Schiebetür aufmachen und die Wasserblase so hochdrücken, dass sie an den Seite ablaufen kann. Wir haben versucht, mit Paddeln und den Vorzeltstangen die Spannung der Brücke so zu optimieren, dass keine Wasserblase entstehen kann, aber so richtig hat das alles nicht funktioniert.  

 

Eine Sache, die wir sehr viel genutzt haben, ist, dass das Zelt einzeln stehen konnte. Damit war der Bulli einfach ein PKW und konnte normal für Ausflüge in die Umgebung genutzt werden. Abends wurde dann möglichst perfekt wieder auf der gleichen Stelle geparkt und die Seile der Brücke wieder in die dafür zuständigen Heringe gesteckt. Das war’s. Mit ein bisschen Übung wirklich einfach umsetzbar. 

Natürlich ist das Zelt nicht einbruchsicher und andere können relativ einfach das Zelt aufbrechen - wir hatten hier allerdings nie Probleme und unsere Wertsachen eh bei uns im Bulli.

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